Nach Wegfall der künstlichen Verfälschung des Signals SA = Selective Availability im Mai 2000 kann bei guten Empfangsverhältnissen auch ohne DGPS schon eine Genauigkeit von wenigen Metern erreicht werden.
Was ist DGPS (Differentielles GPS)?
Um die Genauigkeit der Positionsbestimmung mit GPS zu erhöhen, werden zusätzlich zu den Satellitensignalen noch Korrekturdaten benötigt. Diese reduzieren die Restfehler weiter. Korrekturdaten werden von einer oder mehreren Referenzstationen, die an genau vermessenen Punkten Soll/Ist-Vergleiche durchführen, generiert. Ein DGPS-fähiger GPS-Empfänger, dem diese Daten zugeführt werden, ist dann in der Lage, eine genauere Positionsberechnung durchzuführen.
Man unterscheidet terrestrische und satellitengestützte DGPS Verfahren. Terrestrische Verfahren verwenden UKW- oder LW-Sender und entsprechende Zusatzempfänger, die die Korrektursignale decodieren und dem DGPS-fähigen GPS-Empfänger über ihre Schnittstelle (im RTCM-Format) zuführen. Bei satellitengestütztem DGPS (z.B. WAAS und EGNOS) werden die Korrekturdaten über geostationäre Satelliten verbreitet und sind demzufolge über große Gebiete empfangbar. Neuere GPS-Empfänger haben WAAS- bzw. EGNOS-Empfänger bereits integriert, so dass sich externe DGPS-Empfänger heutzutage in der Regel als unnötig erweisen.
Wie genau sind Positionsbestimmungen mit DGPS?
Mit Hilfe von differentiellen Meßverfahren lassen sich Geauigkeiten im Bereich von 1-3 Metern erreichen. Ausschlaggebend für die erreichte Genauigkeit sind u.a. die Distanz zum Korrekturdatensender und die Signalqualität.
Wo und wie kann man DGPS-Daten empfangen?
Die DGPS-Daten werden in Deutschland von verschiedenen Sendern verbreitet: